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Globale Perspektiven bei Phorms Frankfurt

02.09.2025
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Was genau ist „Global Perspectives“ und warum ist es ein wichtiger Bestandteil des Lehrplans an der Phorms Frankfurt?

 

„Global Perspectives“ ist ein Lehrplan, der auf dem Cambridge International Curriculum basiert. Er wurde vor etwa drei oder vier Jahren eingeführt, um den MINT-Unterricht zu ersetzen, der wiederum den Ethik-Lehrplan abgelöst hatte (das bedeutet jedoch nicht, dass wir den Ethikunterricht aufgegeben haben).

 

„GP“ ist der Lehrplan, dem wir in unserem Unterricht im Rahmen von „Interdisciplinary Discovery“ (ID) folgen, der projekt- und forschungsbasiert ist. In den letzten zwei Jahren haben der Taunus-Campus und der City-Campus die als „Project Based Learning“ (PBL) bekannte Pädagogik genutzt, um dies den Schülern zu vermitteln.

 

Kurz gesagt: „Global Perspectives“ ist der Lehrplan, „Interdisciplinary Discovery“ ist der Name des Unterrichts, und „Project Based Learning“ ist die Methode, mit der die Schüler die behandelten Themenbereiche kennenlernen.

Wie sieht eine typische „Global Perspectives“-Unterrichtsstunde aus? Können Sie ein Beispiel für ein besonders spannendes Projekt nennen?

 

Es gibt nicht wirklich so etwas wie eine „typische Unterrichtsstunde“, vielmehr handelt es sich um wochenlange Projekte, die mit einer „Leitfrage“ beginnen, wie zum Beispiel „Woher kommt mein Essen?“, die die Schüler im Laufe der Unterrichtseinheit mit Unterstützung des Lehrers selbst untersuchen, um die Frage zu beantworten.

 

In der Regel führt dies zu einer Präsentation irgendeiner Art, doch Taunus nähert sich nun einer Phase, in der mehr Vielfalt gezeigt wird, anstatt dass ein Schüler lediglich ein Poster erstellt und darüber spricht. Zu den jüngsten Präsentationen zum Abschluss einer Unterrichtseinheit gehörten unter anderem Präsentationen zum Thema Podcasts, aufgezeichnete Interviews zwischen Schülern sowie „Nachrichtenberichte“.

 

Die Jahrgangsstufen versuchen zudem sicherzustellen, dass „Experten“ aus dem Elternkreis oder dem weiteren schulischen Umfeld die Schule besuchen können, um ihre Erfahrungen mit dem Unterrichtsthema zu teilen – beispielsweise indem im Rahmen einer Unterrichtseinheit zum Thema „Unterkünfte“ ein (Elternteil, der) Architekt ist, eingeladen wird.

 

Warum ist „Global Perspectives“ in der heutigen Welt so wichtig?

 

„Global Perspectives“ ist wichtig, da es Themen und Fähigkeiten einführt und weiterentwickelt, die in der weiten Welt von Bedeutung sind, und wir hoffen, dass es den Schülern auf ihrem Lernweg von der Schule über die Universität bis hin zum Berufsleben hilft: Teamarbeit und kooperative Arbeitsweisen, der Einsatz von Technologie, die Stärkung des Selbstvertrauens, die Entwicklung von Reflexions- und Analysefähigkeiten und so weiter.

 

Wie integrieren Sie Frankfurt als international geprägte Stadt in den Unterricht? Gibt es lokale Projekte oder Exkursionen?

 

Wir versuchen, Schulausflüge auf die behandelten Unterrichtseinheiten abzustimmen. So kann beispielsweise eine Unterrichtseinheit zum Thema Kommunikation einen Besuch im Frankfurter Kommunikationsmuseum beinhalten (der ebenfalls im Einklang mit unserem Sachkunde-Lehrplan steht, jedoch nicht dieselben Lernziele abdeckt).

 

Außerdem bemühen wir uns, Eltern mit Fachkenntnissen in den behandelten Bereichen, wie bereits erwähnt, einzubeziehen, damit sie während einer Unterrichtseinheit oder am Ende vorbeikommen, um sich die verschiedenen Präsentationen oder Ausstellungen anzusehen und ihre Erfahrungen aus dem Erwachsenenleben weiterzugeben.

 

Was begeistert Sie persönlich am Unterrichten des Fachs „Globale Perspektiven“?

 

Ich unterrichte zwar selbst nicht mehr in der Grundschule und habe auch kein projektbasiertes Lernen (PBL) unterrichtet, sondern war vielmehr für die Organisation der Fortbildung des Lehrpersonals in dieser Pädagogik verantwortlich, aber ich freue mich sehr, dass PBL im nächsten Jahr in der Sek. I des Gymnasiums im nächsten Jahr für die Jahrgangsstufen 5–7 sowie die Einführung des problemorientierten Lernens (das dem PBL ähnelt, sich jedoch in seinem Ansatz unterscheidet und für ältere Schüler besser geeignet ist) von der Jahrgangsstufe 8 bis zur E-Phase. Für den Beginn des neuen Schuljahres sind bereits Fortbildungen für unsere Kollegen am Gymnasium zu diesem Thema und dessen Einführung geplant.