Entwicklungshilfe - Was die Menschen wirklich brauchen

Datum:
Campus Berlin Süd

Unterricht vermittelt den Schüler:innen eine Menge Theorie und versucht diese mit praktischen Beispielen zu untermauern bzw. prüfen. Trotz all der Beispiele, die aber im Alltag beabeitet werden um Fremderfahungen nachvollziehbar zu machen, bleiben doch viele Begriffe, Konzepte und Realitäten abstrakt und wenig fassbar. Eine wichtige Methode um diesen Transfer zu gewährleisten, sind Rollenspiele. Und so hatten die Schüler:innen des 12. Jahrgangs im Rahmen des Geografieunterrichts die Gelegenheit das Leben in der Sahelzone nachbilden zu können, indem sie die Geschicke verschiedener Haushalte bzw. einer Dorfgemeinschaft selbst lenkten. 
Der Einstieg in den Projekttag bildete zunächst eine Bestandsaufnahme - was heißt es eigentlich arm zu sein und was ist Reichtum für Menschen, die keine Playstation zu Weihnachten brauchen oder sich wünschen? Anhand eines Videos gelang es im Weiteren einen ungefilterten Einblick auf verschiedene Lebensbereiche zu gewinnen, um so nicht zuletzt auch näher die Umwelt und den Alltag der Menschen zu begreifen. Höhepunkt war schließlich das Rollenspiel selbst, in welches sich die Schüler:innen soweit hineingesteigert hatten, dass selbst der Streit zwischen Gemeinderat und Familien letztlich einen zusätzlichen Lerneffekt bereit hielt.
Die Auswertung folgte am folgenden Tag und war durch ein wirkliches Erkenntnisinteresse geprägt. Besser als ein Schüler kann man gar nicht auf den Punkt bringen, was dieses Spiel doch am Ende vermittelte: "Im Unterricht haben wir uns mit dem Begriff Diversität befasst. Doch erst jetzt versteht man, was Diversität wirklich bedeutet". Wenn dies der Lerneffekt ist, dann haben wir mit dem Projekt einen wichtigen Grundstein legen können, um auf eine bessere Zukunft hinzuarbeiten. Was die Menschen wirklich vor Ort brauchen und was auf der anderen Seite nicht, konnte eindrucksvoll erfahren werden.